Tritolwerk – ein „High Tech Trümmerhaufen“

Tritolwerk – ein „High Tech Trümmerhaufen“
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Am vergangenen Wochenende veranstaltete der RHVÖ (Rettungshundeverband Österreich) das erste Training im Tritolwerk und gleichzeitig die alljāhrliche Jahreshauptversammlung. Was uns dort erwartet hat, ist kaum in Worte zu fassen. Das Gelände ist einfach einzigartig.  Die Übungsplätze sind großzügig angelegt und detailliert gestaltet. Solche Möglichkeiten findet man wohl kein zweites Mal in Österreich.

Bei den Trainings des Rettungshundeverbandes geht es generell um die Sucharbeit.  Neben Suchen auf Flächen, Suchen nach Fährten, Suchen auf Lawinen, gibt es auch das Suchen auf Trümmern – dieses Training besuchten wir.

Der RHVÖ ist sehr bemüht solche Trainings für die einzelnen Ortsguppen zu organisieren und so die Ausbildung der Rettungshunde zu stärken. Bei den Übungseinheiten geht es vor allem um den Zusammenhalt in der Gruppe. Ein gemeinsamer Austausch ermöglicht das Teilen von Erfahrungen und das ist gerade für weniger erfahrene Hundehalter wie mich eine großartige Sache. Man lernt dabei die eigenen Grenzen und jene des eigenen Hundes kennen. Die Hunde müssen sich auf den, sehr detailliert gestalteten, Übungsplätzen immer bis zum Opfer vorkämpfen. Da kann es schon einmal wild zugehen und die Hunde gehen dabei teilweise an die eigenen Grenzen.  Diese sollte man als Hundehalter unbedingt kennen lernen, verstehen und akzeptieren.

Zu sehen wie der eigene Hund sich durch das Geröll kämpft und dabei an die eigenen Grenzen stößt, dies zu erleben und hautnahe zu spüren, das kann man nicht in Worte fassen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Du musst deinem Hund zu 100% vertrauen, auch wenn du ihn bei gewissen Übungen selbst nicht mehr sehen kannst, weil er wieder unter einem Geröllhaufen verschwunden ist. Extremsituationen lassen einen schaudern und die Luft anhalten.  Die Hunde arbeiten selbständig  und suchen sich einen eigenen Weg zum Opfer. Da ist kein menschliches Einwirken mehr möglich. Es braucht blindes Vertrauen gegenüber dem eigenen Tier.

Ich, als Küken unter den Hundeführern, möchte hiermit dem RHVÖ (der Charly und dem Hermann) und auch unseren OG Leiter Peter herzlich DANKE – für das wirklich beeindruckende und unvergessliche Wochenende – sagen.